www.kumihimoconf.org

Kumihimo und Flechten

Archiv für die Kategorie ‘Flechten

Kumihimo mit Resten

Nachdem ich schon zahlreiche Stücke in klassischen Technik des Kumihimo angefertigt habe, möchte ich auch mal eine eher unorthodoxe Variante vorstellen. In der Regel verwendet man für Kumihimo ja gutes Garn in ausreichender Länge. Wenige wissen jedoch, daß sich Kumihimo auch ausgezeichnet zum Verwerten von Resten eignet. Man kann selbst kurze Rest von Garnen hervorragend für eher ungewöhnliche Flechtwerke einsetzen. Außerdem ist es auch kein Problem Garne von verschiedener Dicke und Qualität zu verwenden. Auf diese Weise können einige außergewöhnliche Kreationen entstehen.
 

maple branch amulets © by knitsteel


(more…)

Die Kumihino-Scheibe ist in verschiedenen Größen und Formen erhältlich. In der Regel besitzt sie jedoch einen Durchmesser von etwa zehn Zentimetern. Am Rand befinden sich Einschnitte, in die die Bänder eingespannt werden. Das Endprodukt des Flechtens sowie das jeweilige Muster entstehen durch das schrittweise Umlegen der Bänder und dem Drehen der Kumihino-Scheibe.
 

Kumihimo © by hans s


(more…)

  • 0 Kommentare
  • Abgelegt in: Flechten
  • Bei der japanischen Flechtkunst Kumihimo werden mit aufgespultem Garn Bänder und Kordeln herstellt. Das Garn wird wiederholte Male in einer bestimmten Reihenfolge übereinandergelegt, so daß ein Muster entsteht. Die Art des Musters hängt hierbei von der Bewegungsabfolge des Garns, der Farb- und Materialwahl sowie der Farbverteilung ab. Für die Flechttechnik werden neben dem traditionellen Arbeitsgerät Mobidai, eine Art Rundgestell, unter anderem eine Schere, ein Maßband, eine Pinzette und eine kleine Zange, Zweikomponentenkleber, feiner Silberdraht, der zum Abbinden dient, Endkappen und Karabiner sowie Perlen oder Glasanhänger benötigt. Besonders wichtig ist aber das verwendete Material.
     

    Garn, Yarn © by Risager


    (more…)

  • 0 Kommentare
  • Abgelegt in: Flechten
  • Neuigkeiten zum Blog

    Hallo liebe Kumihimo-Freunde!

    Ich habe den Blog von Sue übernommen. Bitte lest hier alles weitere.
    Viel Spaß beim Stöbern und bis bald!

    Mona

    Modernes Kumihimo

    Im heutigen Japan könnt ihr eine Menge modernes Kumihimo finden. Das meiste davon ist von Maschinen hergestellt und kommt aus China, anstatt aus Japan. Gewöhnlich wird es als kleines Hilfsmittel für Alltagsgegenstände eingesetzt. Derartige Stücke sind zum Beispiel Gurte für Mobiltelefone und Schlüssel, aber auch Schnüre zum Befestigen von Dingen wie Adressetiketten an Gepäckstücken. Außerdem werden sie für Haarklammern oder für andere Dekorationsartikel zum Anheften an die Kleidung verwendet. Solche Kumihimo-Stücke findet ihr zum Beispiel in dem Museumsladen des Kyoto Traditional Arts & Crafts Museum. Durch ein bißchen Suche werdet ihr allerdings definitiv billigere Läden finden.
     

    my kimono shawl blanket © by Lori_NY

    (more…)

    Welche Kumihimorahmen gibt es?

    Im wesentlichen gibt es vier verschiedene Arten von hölzernen Flechtrahmen, die traditionell für handgemachtes Flechtwerk verwendet werden:

    • Ayatakedai (Bambusrahmen) wird für flache Kordeln benutzt. Das Endprodukt erinnert an gewobene Bänder. Die Fäden liegen nicht flach, sondern sind verdreht. Deshalb haben die Kordeln ein eigentümliches Aussehen, wenn man sie in das Licht hält.
    • Marudai (Runder Rahmen) ist sicherlich der am meisten benutzte Rahmen, Man kann mit ihm flache, runde und rechteckige Bänder herstellen. Es wird ein Gegengewicht mit dem Band verbunden, um die Dichte des Bands kontrollieren zu können.
    • Takadai (Hoher Rahmen) kann nur für flache Bänder benutzt werden. Man kann mit ihm allerdings sehr komplizierte ein- und zweilagige Muster herstellen.
    • Kakudai (Rechteckiger Rahmen) wird für ovale, runde und rechteckige Bänder benutzt. Das Band wird durch ein Gegengewicht nach oben gezogen. Die Fäden müssen stark verdreht werden.


    2189 : Preparation in summer (Kimono)photo © 2008 Miyuki Kobayashi | more info (via: Wylio)


    Bei allen Rahmen müssen die Fäden unter Spannung gehalten werden. Die Fäden werden aus feiner Seide hergestellt und werden um Spulen gewickelt, nachdem sie geknüpft wurden. Für ein Band, werden für gewöhnlich 8, 16 oder 24 verschiedene Spulen benutzt. Es können jedoch auch noch weit mehr Spulen eingesetzt werden.

    Eine Kumihimo Flechtrahmen könnt ihr hier kaufen.

    Über Kumihimo

    Das Wort “Kumihimo” kann man ungefähr mit “geflochtene Schnur” übersetzen. Von all den traditionellen japanischen Handwerkskünsten ist es wohl die unbekannteste. Das mag auch darin liegen, daß die Kumihimo-Arbeiten oftmals klein, fein und unauffällig sind. Sie leisten jedoch eine wichtige Funktion für einen zentralen Bestandteil des traditionellen Kimonogewands: den „obi“, ein weites Tuch. Dieser obi wird von einem “obijime”, ein geflochtener Gürtel, gehalten.


    Kimono enchantmentphoto © 2010 Bruno Cordioli | more info (via: Wylio)


    Flechtwerk wird auch zu anderen Gelegenheiten in Japan getragen. Die Dekoration von festlichen Gegenständen oder von Möbeln (wie z.B. Spiegeln) ist eine der vielen Anwendungen. Auch bei der Teezeremonie werden geflochtene Bänder benutzt, um das Gefäß, in dem der Tee aufbewahrt wird, zu schmücken. An einem Gefäß kann das Band sogar als Siegel dienen, indem ein schwer zu reproduzierenden Knoten zum Verschließen verwendet wird. Auf diese Weise können Versuche entlarvt werden, den Tee zu vergiften.
    (more…)