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Kumihimo und Flechten

Archiv für die Kategorie ‘Asiatische Kreativität

Spieltechnik des Shamisen

Nachdem ich bereits soviel zur Shamisen geschrieben habe, möchte ich abschließend noch etwas über die Spieltechnik schreiben. Wie es bei seiner Ähnlichkeit zum Banjo und zur Gitarre nicht verwunderlich ist, wird das Shamisen auch wie diese Instrumente gespielt. Die Saiten werden also gegriffen und mit einem Plektrum angeschlagen oder mit der Hand gezupft. Manchmal werden die Saiten auch mit der Hand angeschlagen. Um besser mit der Hand über den Steg gleiten zu können, wird häufig eine Daumensocke angezogen.
 

shamisen (front) and shakuhachi (back) © by Ali San


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Bauweise des Shamisen

Nachdem der letzte Artikel das Shamisen sehr allgemein beschrieb, möchte ich diesmal etwas mehr ins Detail gehen. Der Korpus des Shamisen ist in der Regel aus Sandelholz oder aus Holz vom Maulbeerbaum, der Eiche oder der Quitte. Häufig sind Muster in das Holz geschnitzt, die dem Shamisen eine besondere Ästhetik verleihen, aber auch, wie bei der Violine, eine Einfluß auf den Klang haben. Das Holz wird mit Tierhaut bespannt. Meistens handelt es sich dabei um Katzenhaut, manchmal auch um Hundehaut. Zum Schutz der Haut wird ein weiteres Hautstück in Sichelform aufgeklebt, das beim Anschlagen der Saiten ein Aufscheuern der Korpushaut verhindern soll.
 

Shamisen © by mikecogh


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Das Shamisen

Nachdem ich euch vor Kurzem bereits in die Hintergründe der Shakuhachi Musik eingeweiht habe, möchte ich euch heute ein weiteres faszinierendes Instrument der japanischen Kultur vorstellen: Das Shamisen. Mit „Shamisen“ wird ein Lauteninstrument bezeichnet, das drei Saiten besitzt. Es hat einen sehr langen Hals (weshalb es auch Langhalslaute genannt wird) und einen im Verhältnis sehr gedrungenen Körper. Es gibt unterschiedliche Größen des Instruments, je nachdem, für welchen Musikstil es angewendet werden soll.
Das Shamisen ist in Japan seit ca. 430 n. Chr. zu finden, während die Vorgänger des Instruments natürlich sehr viel älter sind. Im Gegensatz zu vielen anderen traditionellen japanischen Instrumenten ist die Popularität des Shamisen nach wie vor ungebrochen. So werden etwa in den populären Bühnenkünsten Bunraki und Kabuki zur Begleitung Shamisen eingesetzt.
 

Shamisen © by Joi


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Ikebana

Schon im sechsten Jahrhundert nach Christus wurde Ikebana („lebende Blumen“), die typisch japanische Kunst des Blumenarrangierens, erfunden und seitdem immer weiter vervollkommnet. Während sie damals von rituellen Blumenopfern hergeleitet wurde, dient sie heute einerseits dazu, die Natur in den Lebensbereich des Menschen zu tragen, und verdeutlicht andererseits die kosmische Ordnung. Die meisten Gestecke weisen eine lineare Anordnung auf.
 

Ikebana (Madrid) © by dalbera


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Neuigkeiten zum Blog

Hallo liebe Kumihimo-Freunde!

Ich habe den Blog von Sue übernommen. Bitte lest hier alles weitere.
Viel Spaß beim Stöbern und bis bald!

Mona

Der Kimono

Der traditionelle Kumihimo-Obijime wird am Kimono getragen. Der Kimono hat in Japan eine lange Tradition, aber auch einige Leute im Westen tragen in manchmal zu Hause. Er wird sowohl von Männern als auch Frauen angezogen. Er geht bis zu den Knöcheln und wird in Japan auf der Straße und zu Hause getragen. Besonders oft wird er zu Festen und Zeremonien angezogen.
 
Kimono Bluephoto © 2006 Tanti Ruwani | more info (via: Wylio)
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Modernes Kumihimo

Im heutigen Japan könnt ihr eine Menge modernes Kumihimo finden. Das meiste davon ist von Maschinen hergestellt und kommt aus China, anstatt aus Japan. Gewöhnlich wird es als kleines Hilfsmittel für Alltagsgegenstände eingesetzt. Derartige Stücke sind zum Beispiel Gurte für Mobiltelefone und Schlüssel, aber auch Schnüre zum Befestigen von Dingen wie Adressetiketten an Gepäckstücken. Außerdem werden sie für Haarklammern oder für andere Dekorationsartikel zum Anheften an die Kleidung verwendet. Solche Kumihimo-Stücke findet ihr zum Beispiel in dem Museumsladen des Kyoto Traditional Arts & Crafts Museum. Durch ein bißchen Suche werdet ihr allerdings definitiv billigere Läden finden.
 

my kimono shawl blanket © by Lori_NY

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Welche Kumihimorahmen gibt es?

Im wesentlichen gibt es vier verschiedene Arten von hölzernen Flechtrahmen, die traditionell für handgemachtes Flechtwerk verwendet werden:

  • Ayatakedai (Bambusrahmen) wird für flache Kordeln benutzt. Das Endprodukt erinnert an gewobene Bänder. Die Fäden liegen nicht flach, sondern sind verdreht. Deshalb haben die Kordeln ein eigentümliches Aussehen, wenn man sie in das Licht hält.
  • Marudai (Runder Rahmen) ist sicherlich der am meisten benutzte Rahmen, Man kann mit ihm flache, runde und rechteckige Bänder herstellen. Es wird ein Gegengewicht mit dem Band verbunden, um die Dichte des Bands kontrollieren zu können.
  • Takadai (Hoher Rahmen) kann nur für flache Bänder benutzt werden. Man kann mit ihm allerdings sehr komplizierte ein- und zweilagige Muster herstellen.
  • Kakudai (Rechteckiger Rahmen) wird für ovale, runde und rechteckige Bänder benutzt. Das Band wird durch ein Gegengewicht nach oben gezogen. Die Fäden müssen stark verdreht werden.


2189 : Preparation in summer (Kimono)photo © 2008 Miyuki Kobayashi | more info (via: Wylio)


Bei allen Rahmen müssen die Fäden unter Spannung gehalten werden. Die Fäden werden aus feiner Seide hergestellt und werden um Spulen gewickelt, nachdem sie geknüpft wurden. Für ein Band, werden für gewöhnlich 8, 16 oder 24 verschiedene Spulen benutzt. Es können jedoch auch noch weit mehr Spulen eingesetzt werden.

Eine Kumihimo Flechtrahmen könnt ihr hier kaufen.

Über Kumihimo

Das Wort “Kumihimo” kann man ungefähr mit “geflochtene Schnur” übersetzen. Von all den traditionellen japanischen Handwerkskünsten ist es wohl die unbekannteste. Das mag auch darin liegen, daß die Kumihimo-Arbeiten oftmals klein, fein und unauffällig sind. Sie leisten jedoch eine wichtige Funktion für einen zentralen Bestandteil des traditionellen Kimonogewands: den „obi“, ein weites Tuch. Dieser obi wird von einem “obijime”, ein geflochtener Gürtel, gehalten.


Kimono enchantmentphoto © 2010 Bruno Cordioli | more info (via: Wylio)


Flechtwerk wird auch zu anderen Gelegenheiten in Japan getragen. Die Dekoration von festlichen Gegenständen oder von Möbeln (wie z.B. Spiegeln) ist eine der vielen Anwendungen. Auch bei der Teezeremonie werden geflochtene Bänder benutzt, um das Gefäß, in dem der Tee aufbewahrt wird, zu schmücken. An einem Gefäß kann das Band sogar als Siegel dienen, indem ein schwer zu reproduzierenden Knoten zum Verschließen verwendet wird. Auf diese Weise können Versuche entlarvt werden, den Tee zu vergiften.
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