Nachdem ich schon zahlreiche Stücke in klassischen Technik des Kumihimo angefertigt habe, möchte ich auch mal eine eher unorthodoxe Variante vorstellen. In der Regel verwendet man für Kumihimo ja gutes Garn in ausreichender Länge. Wenige wissen jedoch, daß sich Kumihimo auch ausgezeichnet zum Verwerten von Resten eignet. Man kann selbst kurze Rest von Garnen hervorragend für eher ungewöhnliche Flechtwerke einsetzen. Außerdem ist es auch kein Problem Garne von verschiedener Dicke und Qualität zu verwenden. Auf diese Weise können einige außergewöhnliche Kreationen entstehen.
 

maple branch amulets © by knitsteel



Gerade bei den modernen Gegenständen eignet sich eine bunte Mischung von Garnen hervorragend. So können Schlüsselanhänger, Halsbänder oder Schnüre von Handtaschen von außergewöhnlicher Schönheit und Einzigartigkeit angefertigt werden. Auch zum Herstellen von Schmuck eignen sich Reste. Das Ergebnis ist ein Band mit zahlreichen Facetten. Fangt doch deshalb einfach mal damit an, alle eure Garnreste einzusammeln und daraus ein langes Band zu flechten. Auf diese Weise könnt ihr einen bisher wenig eingeschlagenen Weg des Kumihimo begehen. Wie gesagt bin ich der Meinung, daß sich diese Methode insbesondere für moderne Kreationen und Schmuck eignet. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Art Krawatte? Wer seinen Hund wirklich liebt könnte ihm auch ein hübsches und robustes Halsband anfertigen. Aber auch moderne Gürtel und Armbänder lassen sich so mit einer individuellen Note versehen. Nicht zu unterschlagen ist auch die Möglichkeit, aus mehreren Kumihimo Bändern weitere Gegenstände, wie kleine Taschen, Bezüge für Kissen oder Decken zu machen. Die Möglichkeiten sind nur durch den eigenen Reichtum an Ideen begrenzt. Gerade die modernen Spielarten des Kumihimo stellen für mich deshalb seinen größten Reiz dar.